Weihnachten 2013: 3 Monate in der neuen Führungsrolle, 3 Monate in einem neuen Unternehmen – die berühmten ersten 90 Tage der Eingewöhnung hatte ich gerade hinter mir. Gewöhnt hatte ich mich an gar nix. Ob ich mich daran jemals gewöhnen würde?

Eine zum Himmel schreiende Unternehmenskultur, Führungskräfte, die nicht führten, Abteilungen, die gegeneinander statt miteinander arbeiteten, völlig unklare und nicht einheitlich kommunizierte Strategien. Motivierte Mitarbeiter, die resignierten, weil Anweisungen auszuführen „ungefährlich“ war während sie fürs Eigenverantwortung übernehmen und neue Wege gehen, häufig gemaßregelt wurden.

Und ich mittendrin. Wollte mit meinem Team Dinge verändern, Neues schaffen, vorankommen und Ergebnisse erzielen.

Weihnachten 2013. Die erste Auszeit nach nur 3 Monaten in der neuen Führungsposition. Und ich war schon so k.o. als wären es 3 Jahre am Stück gewesen. So schnell schon am Ende angekommen?

Mein Leben ändern – diese Idee lag völlig außerhalb meiner Welt

Dieser Job machte mir echt Sorgen. Doch das behielt ich für mich. Ich konnte nicht zugeben, dass es nicht gut funktionierte. Die Fragen zum neuen Job aus dem Kreis der Familie – an Weihnachten – waren mir unangenehm. Ich gab vor, dass alles bestens sei. Wollte nicht drüber reden. Nicht daran denken. Nicht jetzt. Dazu war im Januar noch Zeit. Bis dahin einfach abschalten. Und dann wieder frisch durchstarten. Ich würde das hinkriegen. Erfolg haben. Es gab für mich keine Alternative.

Und dann gab mir ein Freund ein Buch

Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht ahnte: Dieses Buch sollte alles verändern. An allererster Stelle meine Perspektive.

Ich wollte immer alles, koste es, was es wolle. In diesem Job wollte ich Selberdenker, ich wollte An-einem-Strang-Zieher, ich wollte Neues anpacken und vor allem umsetzen. Ich wollte keine Politik, kein Hintenrum, keine versteckten Spielchen, keine vorgefertigten Meinungen. Stattdessen Offenheit, Experimentierfreude, Transparenz und Authentizität. Keine Angst vor Fehlern sondern Spaß und Kreativität.

Was ich nicht wahrhaben wollte: Du kannst nur verändern, was in deiner Macht liegt

Es lag nicht an mir und meiner Herangehensweise, dass die Umsetzung so schwer war. Es lag nicht an meinen Methoden, meinen Fähigkeiten und meinem Know-how. Ich führte einen Kampf gegen Windmühlen, denn es war ein ganz grundsätzliches Problem: Wir waren zu verschieden, dieses Unternehmen und ich.

Das Buch meines Freundes habe ich verschlungen an den Tagen zwischen den Jahren. Darin wurden zig Beispiele beschrieben, von Menschen, die aus ihrer Karriere ausgestiegen waren und etwas ganz Neues anfingen.

Zum ersten Mal wurde mir bewusst, dass ich mich nicht zu verstecken brauchte. Ich war nicht die Einzige, die unzufrieden war und mit sich haderte. Und die sich selbst nicht mehr verstand. Denn im Grunde führte ich ein Leben, von dem viele träumten.

Newsletter abonnieren

Kleine Dinge, die große Veränderungen bewirken

Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet. Es hat einen Wendepunkt eingeleitet. Hat einen neuen Denkprozess angestoßen: Verwende ich meine Energie wirklich auf die richtigen Dinge? Oder sollte ich besser nicht versuchen, die Dinge zu ändern und stattdessen andere Dinge tun?

Meine Niedergeschlagenheit, meine Verwirrtheit, das Gefühl, einfach nicht richtig zu sein und nicht voran zu kommen. Dieses unerträgliche Gefühl, fest zu stecken und keine Wirkung zu erzielen. Gleichzeitig die Verzweiflung, weil ich immer in die gleiche Richtung rannte, mit aller Macht versuchte, an einer Stelle weiter zu kommen, wo es einfach nicht weiter ging. Und nicht wusste, wie ich es verändern konnte. All das war nicht verrückt sondern Teil des Transformationsprozesses! In dem ich ohne es zu wissen schon mitten drin war.

Es braucht nur ein einziges Buch, eine einzige Begegnung, eine einzige Idee

2013 war mein letztes Weihnachten, an dem ich Gedanken an meine Arbeit vermied, weil sie Schwere und Unwohlsein verursachten. Dieses eine Buch hat mein Leben verändert. Ich sah meine Situation mit neuen Augen. Und ich begann, mich für neue Wege zu öffnen.

Ein wichtiger Schlüssel, um große Veränderungen zu bewerkstelligen, ist Offenheit. Damit du die oftmals kleinen Dinge, die dir das Leben zeigt, erkennen kannst. Veränderung braucht Alternativen. Neue Menschen, neue Themen, neue Impulse.

Neue Impulse erkennen, zulassen und wahrnehmen

Der schnellste Weg führt über neue Kontakte. Gehe aus deinem bekannten Umfeld heraus und entdecke die Welt von Menschen, die schon dort sind, wo du gerne wärest. Erfolgreich, zufrieden, glücklich, in deinem Traumberuf – was auch immer. Lerne ganz andere Lebensentwürfe kennen. Und: Packe die Gelegenheiten beim Schopf, die deinen Weg kreuzen.

Denn es braucht nur ein einziges Buch, eine einzige Begegnung, eine einzige Idee und dein Leben kann sich völlig ändern… Wenn du offen bist.

Termin vereinbaren

Photo by Toa Heftiba on unsplash