Berufliche Neuorientierung 50+ Zuversicht in Krisen Raus aus der Opferrolle Karrierewechsel Lebensmitte Selbstständig machen mit 50 Existenzangst überwinden Beruflicher Neustart Mut zur Veränderung Jobsuche 50 plus Zweite Karriere starten

Mit Brüchen kenne ich mich aus: Zuversicht bei beruflicher Neuorientierung 50+


71 Jahre alt, in der „dritten Berufshalbzeit“ und voller Tatendrang – das ist Richard Kaan. Im Interview mit mir erzählt er von massiven Einschnitten in seinem Leben, von einer lebensbedrohlichen Krankheit mit 45, die ihn zwang, seine Firma zu schließen, und davon, wie er immer wieder den Mut fand, neu anzufangen. Seine Geschichte zeigt: Zuversicht bei beruflicher Neuorientierung ist keine Glückssache, sondern eine Entscheidung. Und sie ist in jedem Alter möglich.

Höre die Podcast-Episode hier:

 

Von der Juristenfamilie zur Oldtimer-Restauration

Richards Weg war alles andere als gradlinig. Aus einer Juristenfamilie stammend, sollte er die Kanzlei seines Vaters übernehmen. „Du kannst studieren, was du willst, aber es muss Jura sein“, hieß es. Also studierte er Jura, mit wenig Begeisterung. 

Der erste große Bruch kam, als er seinem Vater sagte: „Nein, das ist es nicht. Das kann ich nicht, das will ich nicht.“ Die Folge: Jahrelang ein sehr schlechtes Verhältnis, weil der Vater enttäuscht war.

Richard schlug einen völlig anderen Weg ein. Erst war er im Rennsport, dann in der Konstruktion von Automobilen, schließlich machte er sich mit 27 Jahren selbstständig – als Oldtimer-Restaurateur. 

Mit 15 Mitarbeitern restaurierte er professionell alte Autos und exportierte sie in die ganze Welt. 

Hier kannst du die Folge als Video anschauen:

Zuversicht in Krisen | Raus aus der Opferrolle Interview mit Richard Kaan auf Youtube

 

Der härteste Bruch: Krebs mit 45

Über 20 Jahre lang arbeitete Richard gern. Und viel. 80 Stunden die Woche waren normal, in 7 Tagen um die Welt fliegen auch. Er ging bei Königen ein und aus. Kurz: Es war die Rush Hour seines Lebens und er kannte nur Vollgas. Bis der liebe Gott „Stopp“ sagte, wie Richard es ausdrückt.

Mit 45 bekam er ein Krebsleiden.

„Du kannst auf drei Arten damit umgehen“, sagt Richard. „Erstens: Warum ich? Die große Anklage an die Welt. Zweitens: Du negierst es und arbeitest es nieder. Oder drittens: Du siehst es als Management-Aufgabe.“

Richard wählte den dritten Weg. Als Techniker – logisch und lösungsorientiert – machte er Listen, stellte fünf Ärzten dieselben 25 Fragen, verglich alle Varianten und zog seinen Schluss: Radikale Änderung.

Und dann kam die existenzielle Frage: Was mache ich jetzt mit meiner Firma?

 

Wenn zerlegte Oldtimer nichts mehr wert sind

Ein zerlegter Oldtimer ist nichts wert. Ein Auto für eine Million bringt zerlegt als Einzelteile vielleicht noch 100.000. Und Richard hatte Werkstätten voller zerlegter Autos. Und 15 Mitarbeiter, die Familien zu versorgen und Leasingraten zu zahlen hatten.

Was er dann tat, war sehr außergewöhnlich.

Er schrieb seinen zehn größten Kunden einen ehrlichen Brief: „Liebe Leute, ich habe ein Krebsleiden. Ich werde meine Firma einstellen.“ Die Antwort war herzergreifend. Neun von zehn schrieben zurück: „Danke für die Information. Bitte kannst du das Auto irgendwie fertig machen? Kosten egal, Zeit egal.“

Und seinen Mitarbeitern gab er ein Versprechen: „Helft mir, das Ganze fertig zu machen, und ich beschaffe euch neue Jobs.“

Für jeden einzelnen Mitarbeiter organisierte er den nächsten Job. „Den bekommst du in 3 Monaten, den in 6 Monaten, der muss noch 9 Monate bei mir bleiben.“ Eine Win-Win-Win-Situation: Die Kunden waren zufrieden, die Mitarbeiter hatten schwarz auf weiß ihre neuen Verträge, die neuen Arbeitgeber konnten sich auf hochqualifizierte Fachkräfte freuen.

Innerhalb von eineinhalb Jahren fuhr Richard seine Firma auf null runter. 

„Ich wollte mich im Spiegel anschauen können. Auch wenn ich krank geworden bin, wollte ich niemanden zurücklassen.“

 

Zuversicht bei beruflicher Neuorientierung: Hoffnung plus Handeln

Wie schafft man so etwas? Wie findet man Zuversicht in einer existenziellen Krise?

Richard hat dafür eine einfache Formel: Zuversicht = Hoffnung + Handeln.

„Hoffnung allein hilft nichts“, sagt er. „Du musst wirklich etwas tun. Die Zuversicht kommt aus dem Tun.“

Und noch etwas ist ihm wichtig: „Wenn du eine solche Diagnose hast, bist du sehr allein. Da kann dir niemand helfen. Du selbst musst die Entscheidungen fällen.“

Aber – und das betont Richard nachdrücklich – du brauchst Menschen um dich herum. Einen Mentor. Jemanden, mit dem du reflektieren kannst. „Du brauchst zumindest eine Person, die an dich glaubt. Dann wirst du es können.“

Richard hatte das Glück, zwei Mentoren zu haben und einen Freund, mit dem er sich seit 50 Jahren täglich austauscht – eine halbe Stunde, jeden Tag, wenn sie in derselben Stadt sind.

 

Vom Restaurateur zum Gutachter, Autor und Speaker

Nach seiner Genesung wiederholte sich ein Muster in Richards Leben: Er baute sozusagen seine Erfahrung für einen anderen Anwendungszweck um.

„Ich war mal Fahrlehrer in einer Rennfahrschule, weil ich eigentlich Rennfahrer werden wollte, aber immer zwei Sekunden zu langsam war. Also wechselte ich damals die Seiten.“

Genauso machte er es nach seiner Krankheit. Er restaurierte nicht mehr selbst, sondern wurde Gutachter für Gerichte, Versicherungen und für viele seiner alten Kunden. Er schrieb ein Buch über Oldtimer, das in kürzester Zeit ausverkauft war. Er erstellte rund 800 Gutachten, bildete andere Gutachter aus, war wieder weltweit unterwegs.

Und dann, mit 50, ging er wieder auf die Uni. Machte zwei Master. „Das war grandios“, sagt Richard. „Wenn du mit 18 studierst, gehst du halt hin, weil du einen Titel willst. Mit 50? Ha! Ich wollte von diesen Vortragenden alles wissen. Die habe ich ausgequetscht bis zum geht nicht mehr.“

Aus seinen Masterthesen wurden Bücher. Und dabei merkte er: Schreiben liegt mir. Reden liegt mir. Warum nicht beides kombinieren?

Mit über 60, als der Pensionsbescheid kam, startete Richard sein neues Kapitel als Speaker, Autor und Mentor. Und es wird vermutlich nicht das letzte sein.

 

„Du musst dran glauben“ – Die Macht des Unterbewusstseins

Eines seiner größten Aha-Erlebnisse hatte Richard in einem Fahrtraining. Einmal im Jahr trainiert er mit Rennautos, um die Reflexe zu erhalten. Bei einem Wintertraining fuhr er viel zu schnell in eine Kurve. Er wollte bremsen – da schrie ihn der Trainer, ein ehemaliger Rallye-Weltmeister an: „Du musst dran glauben!“

Richard blieb am Gas. Er kam aus der Kurve raus. Es hatte ihn nicht rausgeworfen, weil er daran glaubte.

„Unser Unterbewusstsein kann viel mehr, als wir glauben. Viel, viel mehr. Du musst es nur zulassen. Du musst dran glauben.“

Das gilt auch im Business, sagt Richard. „80% der Entscheidungen von Unternehmern und Managern sind Bauchentscheidungen. Du musst vorher die Zahlen und Fakten haben. Aber die Entscheidung selbst ist dann eine reine Bauchentscheidung.“

 

Drei Tipps für mehr Zuversicht bei beruflicher Neuorientierung

Richard kennt viele Menschen, die mit 50+ ihren Job verloren haben und verzweifelt nach neuen Möglichkeiten suchen. Seine klare Botschaft: „Die Opferrolle ist die dümmste Rolle, die du einnehmen kannst.“

Hier sind seine drei wichtigsten Tipps:

1.Die Drei-Listen-Methode

„Ich bin Techniker. Ich schreibe Listen“, sagt Richard. Seine Empfehlung:

Mach drei Listen und arbeite daran über drei Monate, einmal pro Woche, immer zur selben Zeit:

  • Liste 1: Was würde ich super gerne tun? Was kann ich besonders gut?
  • Liste 2: Was will ich absolut nicht tun?
  • Liste 3: Was hindert mich daran, das erste zu tun?

„Du wirst merken, dass sich über die Wochen etwas bewegt. Dinge kommen dazu, andere fallen weg. Du reinigst in diesen Listen deine Gedanken durch.“

Am Ende setzt du dir einen festen Termin: „Am Mittwoch, den 7. Juni um 17 Uhr treffe ich die Entscheidung.“ Und hältst dich daran.

 

2. Raus aus dem Gedankenkarussell

„Wenn du in einer Krise bist, tendierst du dazu, in einen gedanklichen Loop zu kommen. Es dreht sich immer im Kreis“, sagt Richard. „Aber du kannst es wegdenken. Wann immer dieser Gedanke kommt, schiebst du ihn weg. Das ist trainierbar.“

Und: Bewege dich. Geh weg vom Schreibtisch. „Walk and Talk. Schon bei Sokrates war das wichtig. In der Bewegung ist dein Hirn wesentlich klüger, als wenn du sitzt.“

 

3. Werde sichtbar – speziell für Menschen, die einen Job suchen

Zu den Schwierigkeiten, die viele Ü50-er bei der Jobsuche haben, hat Richard eine radikale Bewerbungsstrategie: „Wenn du 157 Bewerbungen geschrieben hast und 157 Absagen bekommen hast, muss ich dich fragen: bist du noch ganz bei Trost? Mach was anderes!“

Seine Empfehlung:

Such dir eine Firma aus, bei der du arbeiten willst. Lerne alles über diese Firma. Dann nimm ein Buch in die Hand, geh unangemeldet hin und setz dich ins Vorzimmer. Handy aus. Buch lesen. Irgendwann kommt der Chef raus, weil er aufs Klo muss. Dann sagst du: „Herr Chef, haben Sie 3 Minuten für mich?“ Mit 50% Chance sagt er: „Ja, wenn Sie schon da sind, kommen Sie rein.“ Die anderen 50% sagen: „Nein, aber Sie können einen Termin machen.“ Und du kriegst einen Termin, den du sonst nie bekommst.

 

Altern ist eine Entscheidung

Heute ist Richard 71 und voller Energie. Er hält Vorträge über Zuversicht, über das freudvolle Altern und ja, auch über Oldtimer. Gerade kam er von einer Kreuzfahrt zurück – nicht als normaler Passagier, sondern als Teil des Unterhaltungsprogramms: Er wurde als Vortragsredner engagiert! Ausgerechnet sein Vortrag über Oldtimer war am besten besucht.

Die Parallele ist nicht zufällig. „Oldtimer im Englischen heißt ja nicht altes Auto, sondern alter Mensch“, sagt Richard. „Das alte Auto im Englischen heißt Classic Car oder Vintage Car. Aber Oldtimer ist ein alter Mensch – und da habe ich mein nächstes Thema gefunden.“

Genau wie bei Oldtimer-Autos geht es auch bei Menschen nicht ums Alter, sondern um den Wert, die Erfahrung, die Geschichte. Ein gut gepflegter Oldtimer ist mehr wert als je zuvor. Genauso ist es mit Menschen: Mit 60, 70 Jahren bist du auf dem Höhepunkt deiner Schaffenskraft, mit einem unfassbaren Wissens- und Erfahrungsschatz.

Sein neuestes Buch heißt „Frau fitfähig 50plus – Ich habe alles, was der Job braucht, nur nicht das Alter“ und richtet sich an Frauen, die sich gegen Altersdiskriminierung wehren wollen. Aber eigentlich, sagt Richard, hat er das Buch für Männer geschrieben, für die Entscheider, die an den Hebeln sitzen.

Seine Botschaft an Frauen: „Werdet laut. Solidarisiert euch. Die Opferrolle hilft niemandem.“

Und an alle, die mit 50+ vor einem beruflichen Neuanfang stehen: „Glück ist eine Entscheidung. Altern ist eine Entscheidung. Zuversicht kommt aus dem Tun.“

 

Was ich von Richard gelernt habe

Richards Geschichte zeigt etwas, das ich immer wieder beobachte: Die härtesten Brüche im Leben können zu den wertvollsten Wendepunkten werden. Sie sind nicht schön, aber sie zwingen uns, wirklich hinzuschauen.

Was mir besonders in Erinnerung bleibt:

„In Krisen bist du oft sehr allein. Du kannst versuchen, dein Umfeld mit einzubeziehen. Aber erwarte nicht, dass dein Umfeld dir deine Entscheidungen abnimmt.“

Das gilt nicht nur für Krankheiten. Das gilt für jeden Bruch, jede Kündigung, jeden Moment, in dem du vor der Frage stehst: Wie geht es jetzt weiter?

Die Antwort liegt nicht im Außen. Sie liegt in dir. In deiner Zuversicht bei beruflicher Neuorientierung. In deiner Bereitschaft zu handeln. In deinem Mut zu glauben: „Es wird schon gut gehen.“

Und wenn du Unterstützung brauchst dabei? Such sie dir. Einen Mentor. Einen Coach. Einen Freund, mit dem du täglich eine halbe Stunde reflektieren kannst.

Du kannst Richard Kaan über seine Website

erreichen. 

 

Warum „Let’s talk about“?

Ich habe diese Interview-Reihe ins Leben gerufen, weil ich weiß, dass es eine ordentliche Portion Mut erfordert, beruflich neu anzufangen – egal ob in die Selbstständigkeit oder in einen ganz neuen Job. Und weil ich weiß, dass Vorbilder und Gleichgesinnte ein ganz wichtiger Schlüssel zum Erfolg sind.

Sie zeigen, dass es funktioniert. Dass nicht immer alles glattläuft. Dass Erfolg nicht über Nacht kommt. Dass jeder Hürden überwinden muss. Und sie erzählen, wie SIE es gemacht haben, mit all ihren Ängsten, Misserfolgen und ganz persönlichen Erfolgsrezepten.

Wenn sie es geschafft haben, dann schaffst du es auch!

Steckst du gerade in einer beruflichen Umbruchphase und bist voller Zweifel? Richard hat’s gemacht, ich hab’s gemacht: Wir haben uns Unterstützung geholt. Wenn du Beratung brauchst, dann lass uns einander doch kennenlernen. 😉 Vielleicht kann ich dir helfen. Das finden wir in einem ersten unverbindlichen Gespräch heraus:

Kostenloses Strategiegespräch Sabine Votteler

 

Wenn du deinen Neuanfang im neuen Jahr nicht dem Zufall überlassen möchtest, sondern ihn strukturiert angehen willst, findest du im Workshop Smart Business Idea Intensiv einen klaren Rahmen dafür.

Der Workshop startet am 15. Januar 2026 und richtet sich an Menschen in beruflichen Übergangsphasen, die die Entscheidung treffen, 2026 eine tragfähige Selbstständigkeit aufzubauen. 

Weitere Informationen findest du hier: https://sabinevotteler.com/geschaeftsidee-intensiv/

 

Häufig gestellte Fragen

Wie bleibe ich zuversichtlich in Krisen?

Zuversicht in Krisen entsteht nicht durch Hoffen, sondern durch Handeln. Zuversicht kommt aus dem Tun. Konkret bedeutet das: Akzeptiere die Situation, wie sie ist. Erstelle einen Plan mit konkreten Schritten. Komme ins Tun, auch wenn es nur kleine Schritte sind. Nutze drei Fragen für Entscheidungen: Was will ich? Was will ich nicht? Was hindert mich? Suche dir Unterstützung durch Mentoren oder Gleichgesinnte. Und ganz wichtig: Bewege dich „Walk and Talk“ statt im Grübeln stecken bleiben.

 

Wie komme ich aus der Opferrolle raus?

Der erste Schritt ist, die Opferrolle zu erkennen und zu akzeptieren, dass sie dich lähmt. Die Opferrolle entschuldigt alles, aber sie hilft dir kein Stück weiter. Dann geht es ums Handeln: Erstelle einen konkreten Plan, setze dir feste Entscheidungstermine und beginne mit kleinen Schritten. Wichtig ist, aus dem gedanklichen Loop auszubrechen – wann immer negative Gedanken kreisen, schiebe sie bewusst weg und konzentriere dich auf das, was du aktiv tun kannst. Stelle dir die Frage: „Was kann ICH jetzt tun?“ statt „Wer ist schuld?“. 

 

Wie finde ich mit 50+ noch einen neuen Job?

Richard Kaan empfiehlt im Interview eine radikale Strategie, die – seiner Meinung nach – in 9 von 10 Fällen funktioniert: Such dir eine Firma aus, bei der du arbeiten willst, und lerne alles über sie. Dann geh unangemeldet hin, setz dich mit einem Buch ins Vorzimmer (Handy aus!) und warte. Wenn der Chef vorbeikommt, bitte um 3 Minuten Gesprächszeit. In 50% der Fälle sagt er sofort ja, in den anderen 50% bekommst du einen Termin, den du sonst nie bekommen hättest. Bereite einen perfekten 3-Minuten-Pitch vor und zeige, dass du hochmotiviert bist. Menschen wollen Menschen sehen, hören und erleben – nicht nur digitale Bewerbungen. 

 

Kann ich mich mit 50+ noch selbstständig machen?

Ja, absolut! Mit 50+ hast du sogar besondere Vorteile: einen riesigen Erfahrungsschatz, ein etabliertes Netzwerk, mehr Gelassenheit und die Fähigkeit, Dinge realistisch einzuschätzen. Wichtig ist, dass du die Selbstständigkeit nicht als Notlösung siehst, sondern als bewusste Entscheidung. Du musst dran glauben und ins Handeln kommen. Viele erfolgreiche Gründungen passieren in der Lebensmitte, weil Menschen genau wissen, was sie wollen, was sie können und was ihnen wichtig ist. Du kannst auch nebenberuflich starten, um das Risiko zu minimieren und dir zunächst ein finanzielles Polster aufzubauen.

 

Wie gehe ich mit Existenzangst bei beruflicher Veränderung um?

Existenzangst ist normal, aber oft irrational. Akzeptiere die Situation, wie sie ist. Verleugne nichts, aber male dir auch nicht das Katastrophenszenario aus. Überlege konkret: Was kann im schlimmsten Fall wirklich passieren? Meist ist es nicht so dramatisch, wie die Angst suggeriert. Dann: Erstelle einen Plan und komme ins Handeln. Untätigkeit nährt die Angst. Bewegung – im wörtlichen Sinne – hilft enorm. Suche dir außerdem Unterstützung: einen Mentor, einen Coach oder Gleichgesinnte, mit denen du reflektieren kannst. Du musst die Entscheidungen allein treffen, aber du musst nicht allein damit sein. Verschaffe dir Klarheit über deine Finanzen und baue dir ein Sicherheitsnetz auf.

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