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Was ist Erfolg? Wie du damit aufhörst, Zeit gegen Geld zu tauschen


Ich sehe viel zu viele Menschen, die eine Wahnsinnsexpertise haben und viel zu wenig daraus machen. Stattdessen tauschen sie ihre Zeit gegen Geld und versauern in einem Job oder Geschäft, das sie nicht erfüllt.

Ist das die Definition von Erfolg? Oder von Glück?

„Kannst du was, dann hast du was, dann bist du wer.“

Hab’ ich gelernt.
Fleißig in der Schule, strebsam im Studium. Ziel: ein guter Job in einer großen Firma, ein tolles Büro in einem repräsentativen Gebäude, Firmenwagen, Titel, Geld.

Ich dachte, das ist Erfolg. Lange.

Bis ich feststellte, dass diese Annehmlichkeiten, der Stolz darauf und die Anerkennung anderer nicht mehr aufwogen, dass mir die Arbeit keinen Spaß mehr machte. Dass ich andauernd Dinge tun musste, die mir total gegen den Strich gingen. Dass ich mich letzten Endes zwingen musste, jeden Tag ins Büro zu fahren.

Tunnelblick – immer der Karotte hinterher, auf der Jagd nach Erfolg

Dann stand ich eines Tages morgens in der Münchner U2. Das ist die U-Bahn-Linie, an der das BMW-Werk liegt. Die Bahn war brechend voll. Ich stand eingequetscht zwischen Menschen, vor allem Männern, auf dem Weg zur Arbeit. Rushhour.

An der BMW U-Bahn-Station stiegen so viele Menschen aus, dass ich danach die U-Bahn für mich alleine hatte. Wie ich sie so beim Aussteigen beobachtete, änderte sich für mich ganz plötzlich meine Wahrnehmung dieser vielen Menschen.

Sie sahen auf einmal alle gleich aus: Einheitliche Farben – fast uniformiert, schweigend, wenig begeisterter Blick, in sich gekehrt. Sie gingen wie die Lemminge hintereinander her Richtung Ausgang. Sie schienen nicht motiviert, das zu tun sondern eher wie ferngesteuert.

Das war für mich ein Schlüsselerlebnis. So sehr war mir noch nie bewusst geworden, wie viele Menschen tagein tagaus denselben freudlosen Trott gehen und ihn dennoch akzeptieren. Sich damit abfinden. Und ihre Zeit gegen das Geld am Monatsende eintauschen. Das war bei mir nicht anders. Weil es “normal” ist und jeder es tut.

Warum stellen wir das überhaupt nicht in Frage?

So wurde es uns beigebracht. Wir wurden von unseren Eltern und von der Schule dahingehend erzogen, dass wir folgsam und strebsam unsere Pflicht erfüllen. Ich würde mal sagen, dass das noch aus dem Zeitalter der Industrialisierung herrührt. Da wurden fleißige Arbeiter gebraucht. Und darauf war das Schulsystem ausgelegt.

Aber ist das wirklich das, was wir heute brauchen? Geht es, wenn wir von Erfolg sprechen, nicht ums Ergebnis? Und wer sagt, dass man es auf eine Art erreichen muss, die einem keinen Spaß macht? Nach dem Motto: Augen zu und durch. Eingepresst in ein System, das verlangt, dass bestimmte Stunden geleistet werden und davon ausgeht, dass viele Stunden zu viel Ergebnis führen.

Zeit an andere verkaufen – mit einem Ziel, das irgendwo in ferner Zukunft liegt

Wenn man das zu Ende denkt, dann wurden wir dazu erzogen, unsere Zeit an andere zu verkaufen. Ja sind wir denn eigentlich wahnsinnig? Das ist unsere Lebenszeit! Ich meine, ich verkauf’ doch nur, wovon ich zu viel habe oder was ich nicht brauche!

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Aber diese „Gewohnheit“, dieses Pflichtbewusstsein ist häufig so fest verankert, dass wir gar nicht darüber nachdenken. Wir stellen es überhaupt nicht in Frage. Manche nie, manche erst spät, wenn ihnen allmählich bewusst wird, dass das Leben endlich ist und immer weniger davon übrig bleibt.

Du sitzt auf einem riesigen Schatz für deinen Erfolg

Es ist doch eigentlich verrückt: Wir eignen uns im Lauf unseres Lebens eine Menge Fähigkeiten und Kenntnisse an. Wir sammeln viele Erfahrungen. Wir bilden uns weiter. Wir werden immer besser. Durch die Erfahrung sowieso, und viele durch ganz gezielte Weiterbildung.

Wir versuchen, immer noch besser zu werden. Wir wollen einen besseren Job. Mehr Verantwortung. Mehr Geld, mehr Macht, höherer Status. Ich dachte, das ist Erfolg.

Merkwürdig nur, dass das Erfolgsgefühl immer weniger lange anhielt und mich immer weiter zu Höchstleistungen antrieb. Aber die „Belohnung“ in Form von materiellen Dingen gab mir immer  weniger Befriedigung.

Perspektivenwechsel

Du denkst, du tust es für dich. Und ja natürlich, du verdienst mehr, du fühlst dich gut, du kannst dir mehr leisten. Und der Plan ist, mit dem Geld deine Ziele zu erreichen und deine Wünsche zu erfüllen. Dafür bringst du Opfer, dafür arbeitest du.

Einerseits. Andererseits strampelst du dich ab, damit ein anderer NOCH mehr von dir hat und mit deiner Hilfe NOCH besser seine eigenen Ziele verwirklichen kann. Du verkaufst deine Lebenszeit.

Was ich mich an dieser Stelle frage: Wenn du stattdessen etwas tätest, womit du unmittelbar deinen eigenen Zielen immer näher kämest, wäre das nicht viel sinnvoller? Und wenn das etwas wäre, wofür du brennst, wäre deine Leistung dann nicht um ein Vielfaches besser als wenn du etwas tust, weil es das System verlangt?

Nicht auszudenken, was du alles erreichen könntest!

Du sitzt auf einem riesengroßen Fundus an Expertise und Erfahrung. Was wäre, wenn du dieses Potenzial voll ausschöpfen und „leveragen“ könntest? Nicht auszudenken! Stattdessen verkaufst du deine wertvolle Zeit und der ein oder andere sogar seine Seele. Und du glaubst, das müsse so sein. Wer redet uns eigentlich ein, dass das „das Normale” ist?

Wie sieht es bei dir aus? Tauschst du noch deine Zeit gegen Geld? Wäre es nicht an der Zeit, deine lange angeeigneten Fähigkeiten zu nutzen, um deine EIGENEN Träume zu verwirklichen? Und nicht die eines anderen?

Auch ein eigenes Geschäft braucht viel Zeit

Auch wenn ich für die Selbstständigkeit plädiere, sage ich nicht, dass das keine Arbeit ist. Gerade am Anfang braucht so ein Business sehr viel Zeit.

Der Unterschied ist, dass du es für DEINE Ziele tust. Es ist deins.

Voraussetzung dafür, dass du nicht vom einen ins nächste Hamsterrad steigst und doch wieder nur deine Zeit tauschst:

  1. Du tust etwas, was du leidenschaftlich gerne tust.
  2. Du baust ein Geschäftsmodell auf, das skalierbar ist, so dass zumindest ein Teil deines Einkommens nicht von deinen eingesetzten Stunden abhängt.

Welche Möglichkeiten du dazu hast, ist natürlich individuell. Das analysiere ich gerne in einem persönlichen Gespräch. Wenn du das möchtest, dann melde dich gerne zu einer kostenlosen Strategie-Session bei mir an.

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Häufig gestellte Fragen

Was sind die Nachteile des Tauschs von Zeit gegen Geld?

Der grundsätzliche Nachteil liegt auf der Hand: Wenn du nicht arbeitest, bekommst du kein Geld. Das hat zur Folge, dass dein Einkommen gedeckelt ist, weil du deine Arbeitsstunden nicht unbegrenzt erhöhen kannst. Selbst wenn du deinen Stunden- oder Tagessatz erhöhst, gibt es auch hier ein Limit (sowohl für Angestellte als auch für Selbstständige).

Wie kann ich aufhören, Zeit gegen Geld zu tauschen?

Um deinen Preis von deiner Zeit zu entkoppeln, gibt es mehrere Möglichkeiten. Du kannst z.B. deine Leistung in einem anderen, eher produktorientierten Format anbieten. Du verkaufst nicht Stunden, sondern Pakete, Kurse, Videos, Software, etc. Oder du machst deinen Preis auf der Basis des Resultats bzw. des Werts deiner Arbeit für deine Kunden. Ein weiterer Weg ist, Kunden zusammenzufassen und so in deiner Zeit mehrere Kunden zu bedienen, z.B. in Gruppen statt einzeln.

Was ist die Zeit-gegen-Geld-Falle?

Du befindest dich in einem stetigen Hamsterrad, das sich immer weiterdrehen muss. Du hast keine Wahl: Wenn du mehr Geld verdienen willst, musst du mehr, länger, härter arbeiten. Dafür bezahlst du mit deiner Lebenszeit. Das Paradoxe ist, dass du wenig Zeit und/oder Energie hast, dein schwer verdientes Geld zu nutzen und dein Leben zu genießen. Die Arbeit ist selbst in deiner Freizeit allgegenwärtig.

Was hat Skalierbarkeit mit Zeit gegen Geld zu tun?

Skalierbarkeit bedeutet in diesem Zusammenhang, mehr Einkommen zu erhalten, ohne deinen Einsatz im gleichen Maß zu steigern. Nur so ist größeres Wachstum möglich. Grundsätzlich erreichst du das durch Standardisierung und damit Vereinfachung und Beschleunigung, Delegieren an andere, Automatisieren von Prozessen und Digitalisieren.

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