Existenzängste überwinden als Gründer und selbstständig

Meine 10 + 1 besten Tipps, wie du Existenzängste überwinden wirst


Existenzängste haben 95% der Kunden, mit denen ich arbeite. Selbstständige und Menschen, die es werden wollen.

Gerade zu Beginn der Selbstständigkeit spielt dieses Thema eine sehr große Rolle. Bei vielen gehen Existenzängste auch im Verlauf der Selbstständigkeit nie weg. Sie sind ein ständiger Begleiter. Das trifft vor allem viele Freelancer, Coaches, Berater, aber auch andere Dienstleister, die es aufgrund ihres Geschäftsmodells nicht schaffen, ein verlässliches und regelmäßiges Einkommen zu generieren.

Und viele machen den Schritt in die Selbstständigkeit genau deshalb lieber erst gar nicht, weil sie sozusagen Angst vor Existenzängsten haben. Denn selbst solange sie noch ein regelmäßiges Gehalt beziehen, haben sie schon eine wahnsinnige Angst vor dem finanziellen Risiko in der Selbstständigkeit. Vor möglichen zukünftigen Verlusten.

Auch Versagensangst spielt dabei eine Rolle. „Wie würde ich mich fühlen, wenn ich es nicht schaffe?“ Meist gesellt sich zu den finanziellen Problemen dann auch noch die Scham und vielleicht sogar die Häme anderer, die sowieso schon von vorneherein gewusst haben, dass das nicht funktionieren wird.

In der Projektion all dieser Schreckensszenarien entwickelst du Selbstzweifel. Das erschwert oder verzögert bei vielen den Schritt in die Selbstständigkeit. Und je länger du in diesen Ängsten stecken bleibst, desto schwieriger wird der Schritt da raus.

Woher kommen Existenzängste?

Damit du überhaupt etwas gegen diese Existenzängste tun kannst, ist es wichtig, sie zu verstehen. Dir klar zu machen, dass Ängste im Allgemeinen häufig unbegründet sind (das wissen wir ja meistens) hilft oft nicht viel. Wenn du auch weißt, warum das so ist, dann hast du schon eine wesentlich bessere Ausgangsposition.

Deshalb eine kurze Erläuterung: Angst ist meistens irrational. Angst basiert in der Regel nicht auf der realen Gegenwart, nicht auf Tatsachen, sondern auf Annahmen bezüglich einer zukünftig eintreffenden Situation.

Und das ist der Blick in die Glaskugel. Wir können nicht wissen, was wirklich passieren wird. Aber wir malen uns oft das negativste Szenario aus. Warum eigentlich? Das positivste ist genauso wahrscheinlich oder unwahrscheinlich.

Unsere Annahmen basieren auf Erfahrungen und Dingen, die wir gehört haben, wie z.B. die Erfahrung, dass der beste und sicherste Weg Geld zu verdienen ist, das zu tun, was die meisten tun, nämlich einem Angestelltenjob nachzugehen. Damit hat ein anderer die Verantwortung dafür, dass das Geld regelmäßig auf dem Konto eingeht. Wir haben in aller Regel gehört, dass es riskant ist, sich selbstständig zu machen.

Und da die allermeisten Menschen so denken, raten dir die allermeisten Personen in deinem Umfeld wahrscheinlich auch von einer Selbstständigkeit ab: „Das wird doch nicht funktionieren.“

Umso mehr, wenn du einen – nach außen hin – perfekt erscheinenden Job hast, den du einer Selbstständigkeit zuliebe aufgeben müsstest. Für viele ist das undenkbar oder sogar völlig verrückt.

Angst ist fiktiv. Eine Vorstellung. Und nicht immer schlecht, sondern häufig nützlich. Sie ist zu unserem Schutz gemacht, doch oft einfach übertrieben und der Situation nicht angemessen.

Vielleicht denkst du jetzt: „Na, die hat gut reden. Wenn ich selbstständig bin und wirklich kein bzw. zu wenig Geld verdiene, die Kunden ausbleiben und vielleicht eine Familie zu versorgen habe, dann spreche ich doch nicht von irrationaler Angst. Das sind ganz reale Tatsachen.“

Absolut. Dann heißt es Gegenmaßnahmen ergreifen. Dazu komme ich unten noch.

Meine eigenen Existenzängste

Auch ich kenne Existenzängste nur zu gut. Was hatte ich für eine Angst, nachdem ich damals meinen letzten Angestelltenjob verlassen hatte. Erst mal fühlte ich mich erleichtert. Aber schon nach ein paar Tagen kamen Existenzängste. Manchmal regelrechte Panikattacken.

Meistens nachts. Ich fürchtete ernsthaft, ich könnte irgendwann unter der Brücke landen. Völlig irrational und unbegründet. Aber wem sagst du das?

„Was, wenn ich alles verliere? Was, wenn ich nie mehr richtig Geld verdiene? Was, wenn ich keine Kunden finde? Was, wenn das alles zu lange dauert? Oder nie richtig läuft?“

Auf einmal fühlte ich mich völlig haltlos. Ich hatte keine Struktur mehr, kein Geländer, an dem ich mich festhalten konnte. Fast 30 Jahre lang musste ich mir keine Sorgen über Geld machen. Es kam automatisch pünktlich jeden Monat in einer Höhe, dass ich mir nie groß überlegen musste, was ich mir leisten konnte oder nicht.

Und nun hing es von mir allein ab, wie sich der Kontostand entwickelte.

Es ist nicht verwunderlich, dass Selbstständige Existenzängste haben. Du bist selbst verantwortlich. Und ich kann bestätigen, dass es nicht schön ist, wenn die Reserven täglich schrumpfen. Das kann so weit gehen, dass du dich nicht mehr traust, Rechnungen aufzumachen oder aufs Bankkonto zu schauen.

Wenn du dann zusätzlich Mitarbeiter bezahlen oder/und eine Familie zu versorgen hast, erhöht das natürlich den Druck.

Was mir vor ein paar Jahren noch einen Heidenrespekt eingeflößt hat, sehe ich heute allerdings aus einer anderen Perspektive. Als Selbstständige/r hast du so viele Handlungsmöglichkeiten.

Du musst nicht tatenlos zusehen, wie über deinen Kopf hinweg etwas entschieden wird, was deine Zukunft bestimmt. Und dann damit klarkommen. Du entscheidest selbst und handelst. Du hängst nicht am Tropf eines Arbeitgebers. Für mich ist das die sicherere und vor allem angenehmere Alternative. Aber zu dieser Ansicht bin ich nicht innerhalb eines Tages gekommen…

Was führte bei mir zu diesem Sinneswandel, der die Existenzängste verringerte?

Erfahrungen. Jetzt denkst du vielleicht: „Na klasse, wenn ich nur negative Erfahrungen habe oder noch gar keine mit meiner zukünftigen Selbstständigkeit?“

Dann schaffe Erfahrungen. Denke nicht nur darüber nach, sondern lass dir von der Realität zeigen, in wieweit sich deine Gedanken bewahrheiten. Es ist die Ungewissheit, die dich verrückt macht.

Ich könnte auch sagen: Lüfte den Deckel der so furchterregenden Black Box, in der all die Gefahren und Risiken lauern, jederzeit bereit, dich in einem unerwarteten Moment hinterrücks anzuspringen. Diesen Deckel aufzumachen, trauen wir uns manchmal nicht. Wenn wir es dann doch tun, stellt sich meistens raus, dass das, was drin ist, gar nicht so schlimm ist.

Kennt du das? Das geht mir auch so, wenn ich Aufgaben vor mir herschiebe. Z.B. die Steuererklärung. 🙂 Hab‘ ich erst mal angefangen, dann ist alles gar nicht so schlimm.

Als ich vor vielen Jahren als Tauch-Anfängerin bei einer Tauchausfahrt in Ägypten war, erläuterte der Guide den Tauchgang mit dem Hinweis: Wir werden hier garantiert Haie sehen.

Die anderen Teilnehmer freuten sich, doch mich überfiel die nackte Angst. Mir war sowieso schon nicht 100%-ig wohl beim Tauchen im tiefen, offenen Wasser. Zu sehr war ich noch mit dem Tauchen an sich beschäftigt und ich hatte immer noch großen Respekt vor den typischen Gefahren bzw. den Dingen, die man alle beachten musste. Da brauchte ich jetzt nicht auch noch zusätzlich Haie!

Ich widerstand der Versuchung, auf dem Boot zu bleiben und stürzte mich todesmutig in die Fluten. Der kurze Zeitraum, den ich da im Wasser lag und mich gemeinsam mit meinem Tauchbuddy startklar machte, war die Hölle. Was war da unter uns???

Doch einmal den Kopf unter Wasser und SEHEN, was da ist, und die Angst war weg. Und ich kann nur sagen, es ist beeindruckend schön, wenn Haie im Abstand von ein paar Metern an dir vorbeigleiten. Wohlgemerkt UNTER Wasser. 😉

10 + 1 Tipps, um deine Existenzängste zu überwinden

1. Akzeptanz.
Der erste Schritt ist Akzeptanz. Wenn du Existenzängste hast, weil du z.B. zu wenige Aufträge generierst, so ist der erste Schritt, zu akzeptieren, dass es so ist. Nicht verleugnen, schönreden oder hoffen, dass morgen die Welt ganz anders aussieht. Das tut sie nicht. Du musst den Tatsachen ins Auge sehen, damit du etwas dagegen unternehmen kannst.

2. Vertrauen. Kennst du den Spruch „Es geht immer wieder ein Türchen auf.“?
Darauf darfst du vertrauen. Das Leben ist ein Fluss mit vielen Windungen. Manchmal fließt er schneller, manchmal ruhiger. Manchmal ist er sogar aufgewühlt. Du kannst ihn nicht anhalten. Wenn du das versuchen würdest, z.B. mit einer Mauer, dann würde sich das Wasser andere Wege suchen.

Du kannst auch das Leben nicht anhalten. Deshalb wird es immer weiter gehen. Du kannst nur heute noch nicht sehen, was da kommt. Und diese Ungewissheit macht Angst. Das ist die oben erwähnte Black Box.

Du kannst unmöglich heute vorhersehen, wie dein Leben verlaufen wird. Aber es wird irgendwie verlaufen. Es kann ja gar nicht anders.

Wenn du akzeptierst, dass es ist wie es ist, geht die Angst weg und du wirst wieder handlungsfähig. Und du WIRST handeln. Das ist Überlebensinstinkt. Deshalb würde ich grundsätzlich schon mal ausschließen, dass du jemals unter der Brücke landen oder in Armut enden wirst.

3. Irrationale Existenzängste zu rationalen Gedanken machen.
Was kann denn eigentlich tatsächlich passieren? Es könnte alles ganz furchtbar werden. Aber was bedeutet das KONKRET?

Wird die Welt untergehen? Nein. Wird jemand sterben? Wahrscheinlich nicht. Wirst du nichts mehr zu essen haben? Wohl kaum.

Was also ist der Worstcase?

Mein Worstcase-Szenario heute sieht folgendermaßen aus:

  •  Ich werde in allen Social Media Kanälen gesperrt.
  •  Ich gewinne keine Kunden mehr.
  •  Meine Ersparnisse sind weg.
  •  Meine sonstigen Einnahmen sind ebenfalls weggebrochen.
  •  Ein Rechtsstreit führt mich in den finanziellen Ruin.
  •  …

Das alles ist zwar möglich, aber doch relativ unwahrscheinlich.

Und selbst wenn, was dann?
Ich werde daran nicht sterben und ich habe nach wie vor MICH. Meine Erfahrung. Meinen Verstand.

Im Notfall hätte ich Freunde und eine Familie, die mir bestimmt ein Dach über dem Kopf geben würden. Schlimmstenfalls würde ich mir Jobs suchen, bis ich wieder auf die Beine komme. Ich würde z.B. kellnern. Ich weiß aber, dass ich das wahrscheinlich nicht allzu lange tun müsste, weil ich mit dem, was ich weiß, Menschen helfen und mir damit etwas Neues aufbauen könnte.

Dieses Selbstbewusstsein oder diese „Erkenntnis“ hatte ich nicht von Anfang an. Ich habe es in den letzten Jahren erlangt, in denen ich viel Know-how und Expertise in meinem Bereich aufgebaut habe.

Deshalb ist es so wichtig, dass du deine Expertise ausbaust. Lernen und dich weiterentwickeln. Das ist meiner Meinung nach auch eine der besten Möglichkeiten, dein Geld anzulegen – in dich selbst. Dieses Wissen bleibt dir nämlich erhalten und hält jeglichen Krisen stand.

Was ist DEIN Worst Case Szenario? Was kann schlimmstenfalls passieren? Realisiere, wie wenig – in der großen, globalen Sicht – eigentlich geschehen kann.

Und dann male dir den Best Case aus. Was wäre, wenn es klappt? Spüre, wie viel Freude und Begeisterung das freisetzt!

4. Angst ins Positive drehen.
Sei dir bewusst, was Angst eigentlich ist. Angst ist nicht die Realität. Angst ist eine Hypothese. Und es wäre geradezu magisch, wenn die Realität genauso eintreffen würde, wie wir sie uns vorstellen. Also wähle ein – mindestens genauso wahrscheinliches – anderes, positives Zukunftsszenario. Das mindert die Angst.

Stelle dir immer dann, wenn die Angst kommt, folgende Fragen: Was kann schon passieren? Und danach: Und was, wenn es klappen würde? Durch diese Fragen drehst du bewusst deine Emotionen ins Positive um. Von der Angst und den Zweifeln hin zu Begeisterung und Tatendrang. Kannst du das fühlen?

5. Klarheit über deine Finanzen.
Um die Angst vor dem finanziellen Risiko in den Griff zu bekommen ist es wirklich unerlässlich, einen klaren Überblick über deine Finanzen zu haben.

Erstelle eine Übersicht über deine monatlichen Ausgaben. Ermittle, wo du Puffer hast. Worauf du ggf. verzichten und wobei du dich einschränken könntest. Ich verspreche dir: Da findet sich immer was. Und Kleinvieh macht auch Mist.

Abos sind z.B. prima Streichkandidaten. Privat wie im Business: Die Zeitschrift, die du eh nicht liest, das Fitnessstudio, wo du sowieso nie hingehst, der Service oder das technische Tool, das du nicht (mehr) nutzt oder das du vielleicht auch auf eine günstigere Version downgraden könntest, der Dienstleister, den du vielleicht nicht 1 mal in der Woche brauchst sondern auch 14-tägig bestellen könntest, u.s.w.

Am Ende dieser Aufgabe solltest du wissen, welche Einnahmen du wirklich brauchst, um deine laufenden Kosten zu decken. Das verschafft dir ein Stück Sicherheit und Ruhe.

6. Planen und machen.
Mache einen Plan, wie du deine Situation verändern kannst und welche Maßnahmen du dazu ergreifen musst. Und dann Kopf aus dem Sand und aktiv werden. Und wenn du nur mal den Telefonhörer in die Hand nimmst, um einen alten Kontakt aufzufrischen oder eine E-Mail schreibst. Hauptsache, du tust etwas, das auf deinen Plan einzahlt. Untätigkeit ist Gift und ein Plan gibt dir Rahmen, Halt und Orientierung.

Wenn du es partout nicht schaffst, aus deiner Lähmung herauszukommen, dann hilft aus meiner Erfahrung Meditation oder Bewegung. An der frischen Luft kommst du auf andere Gedanken.

7. Gegen Existenzängste hilft Sicherheit.
Deshalb brauchst du Verlässlichkeit. Du solltest dir ein System aufbauen, das dir zuverlässige, regelmäßige Einnahmen beschert. Wenn die Zukunft berechenbar ist, dann schweigt die Angst.

Verschaffe dir größtmögliche Sicherheit, indem du dir Reserven anlegst. Ein finanzielles Polster, das dich zumindest 6 Monate über Wasser hält, beruhigt ungemein.

Sollte das nicht möglich sein, denke über eine nebenberufliche Selbstständigkeit nach. Die Doppelbelastung solltest du dabei nicht unterschätzen, aber bei vielen meiner Kunden klappt das hervorragend. Du brauchst nicht unbedingt den harten Schnitt machen und sofort alles auf eine Karte setzen. Nebenberuflich gründen ist eine praktikable Alternative, die zwar anstrengender ist, dich jedoch ruhiger schlafen lässt.

Wenn du bereits in der Selbstständigkeit bist, spricht überhaupt nichts dagegen, dir einen Nebenjob zu suchen, um deinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Nicht für immer, aber für den Übergang oder den Notfall.

Passives Einkommen als weitere Einkommensquelle
Ich verwende hier mal den Begriff, den ich im eigentlichen Wortsinn eigentlich nicht mag. Für jedes passive Einkommen musst du auch was tun. Aber gut, das ist eine andere Diskussion. 🙂 Mieteinnahmen z.B. sind eine gute Möglichkeit, Einkommen zu generieren und können der Grundversorgung dienen.

8. Qualität gegen Existenzängste.
What? Ja, das ist ein Mittel, das sozusagen über Bande gespielt wird. Die direkte Empfehlung lautet: Glaube an deine Leistung. Sei überzeugt von dir.

Und das gelingt dir am einfachsten, wenn du wirklich gut bist und gute Qualität lieferst. Um dein Selbstbewusstsein zu stärken, hole dir ganz bewusst Feedbacks ein. Frage die Leute, was sie von deiner Leistung halten. Verschaffe dir damit Bestätigung und Erfolgserlebnisse. Und nebenbei gewinnst du so auch gleich Testimonials für dein Business.

Trau dich ruhig. Du wirst sehen, das Feedback wird überwiegend positiv ausfallen. Und falls nicht, ist es allemal besser zu wissen, wo du nachbessern musst.

Von dir und deiner Leistung überzeugt zu sein, ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Wenn du unsicher bist und nicht an dich glaubst, schürt das nicht nur deine Angst, sondern macht deine Kunden ebenfalls unsicher.

9. Suche dir Mutmacher, Vorbilder und Gleichgesinnte.
Im nächsten Umfeld kannst du vielleicht nicht auf Menschen zurückgreifen, die deine Sorgen und Wünsche verstehen. Deshalb macht es viel Sinn, dir einen „zweiten Kreis“ aufbauen. Es gibt heutzutage unzählige Möglichkeiten von online und offline Netzwerken. Geh‘ aus deinem gewohnten Umfeld heraus und suche dir Gleichgesinnte. Du brauchst Mutmacher anstatt Zweifler und Schwarzmaler. Ein Coach kann da auch helfen.

10. Mache dich sichtbar und verkaufe.
Zu guter Letzt ein Punkt, der selbstverständlich klingen mag und doch oft fehlt. Solange du nicht verkaufst, verkaufst du nicht. Ganz einfach.

Ich sehe so oft, dass einfach die falschen Dinge getan werden. Von Selbstständigen und Gründern. Ich möchte mich hier nicht in Businessmodelle und Marketing vertiefen. Doch manche machen alles bis auf eines: Verkaufen.

Sie scheuen sich. Sie schleichen um das Thema herum, wie um den heißen Brei. Und sie bieten einfach nichts an! Sie meinen, der Kunde würde schon kommen, wenn er was braucht. Sie denken, wenn sie nur genügend schreiben und kostenlos geben, dann kommen die Kunden eines Tages automatisch. Nein. So unverständlich das sein mag: Du musst dem Kunden exakt sagen, was er tun soll. Das war schon immer so.

Kleine Anekdote aus meiner Vergangenheit im Versandhandel: Kunden im Direktmarketing (damals noch Kataloge) irgendwelche blumigen Geschichten zu erzählen oder mit cleveren Marketingslogans zu beglücken, macht sie nicht zu Käufern. Daran haben sich schon große Werbeagenturen die Zähne ausgebissen. Immer, wenn sie etwas besonders Smartes und Kreatives machten, brachte das weniger Verkäufe als das immer Gleiche, Banale, Alte. Das, was die Kunden schon kannten.

Und MIT Handlungsaufforderung. Jetzt kaufen. Jetzt Postkarte ausfüllen, Briefmarke draufkleben und bis zum Soundsovielten einsenden. In ganz konkreten Schritten. Das funktionierte immer am besten!

Das hat sich im Grunde nicht geändert. Du musst den Kunden sagen, dass du was verkaufst. Und vorher natürlich auch deine Türen öffnen, damit sie dich überhaupt finden können!

+1 Zusatztipp
Eigentlich kein Tipp, eher ein kleiner Trost für den absolut schlimmsten Fall: Je weniger du zu verlieren hast, desto weniger Angst hast du.

Warst du schon mal in einer Situation, wo du dachtest, dass alles verloren und deshalb jetzt eh alles egal ist? Eine vermasselte Verhandlung, ein Blackout auf der Bühne, irgendetwas furchtbar Peinliches? In dem Moment, wo du denkst, dass es schlimmer nicht kommen kann, ist die Angst weg, oder? Du hast nichts mehr zu verlieren. Du hast die Situation akzeptiert wie sie ist und eine Art Überlebensmechanismus setzt ein. Und du schaffst es tatsächlich nicht zu sterben (oder zumindest im Erdboden zu versinken) und kommst irgendwie aus dieser Lage wieder heraus.

Das Fazit zum Thema Existenzängste überwinden

Schaffe reale Erfahrungen und konkrete Realität. Beseitige Ungewissheiten, gewinne Klarheit und lüfte deine Black Boxen. Mache einen Plan und dann Umsetzungsschritte.

Du siehst, es gibt Mittel und Wege. Und allein schon, diese Möglichkeiten zu kennen, lässt die Angst kleiner werden. Oder?

Und wenn du jetzt noch Zweifel oder jede Menge Fragezeichen hast, weil du einfach nicht weißt, WIE du das alles GENAU machen sollst, dann ist womöglich mein kostenloser Sommerkurs etwas für dich.
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Anmerkung:
Ich möchte nicht oberflächlich jede Situation über einen Kamm scheren. Mir ist bewusst, dass es wirklich schwierige Lagen gibt, wo sich auch nicht so einfach Alternativen finden lassen. Ich habe bewusst auf die Beleuchtung dieser (z.B. was tun bei Krankheit) verzichtet, weil ich mich dafür nicht für kompetent halte.

 

Häufig gestellte Fragen

Was ist Existenzangst?
Bei der Existenzangst geht es meistens um eine Kombination mehrerer Ängste: Angst vor finanziellen Schwierigkeiten und vor allen Ereignissen, die dazu führen können, wie z.B. Jobverlust, Krankheit, Versagen, Insolvenz bzw. die sich daraus ergeben können, wie z.B. Verlust sozialer Anerkennung, Kündigung der Wohnung, etc. Diese Ängste können zu einer regelrechten Lähmung führen, die kaum mehr zulässt, an etwas anderes zu denken.

Woher kommen Existenzängste?
Ängste generell sind Konstrukte unserer Gedanken, welche wiederum durch unsere Vergangenheit geprägt wurden. Durch unser Umfeld haben wir gelernt, wie wir bestimmte Situationen einzuschätzen haben. Das heißt, dass Angst meist nicht real, sondern vielmehr erdacht ist. Wenn eine konkrete Situation eintritt, die du als Risiko einstufst, schlägt dein Warnsystem Alarm. Existenzängste können aber auch scheinbar unbegründet auftreten, als Ergebnis eines negativen Mindsets und von Zukunftsängsten bei dem gleichzeitigen Gefühl, nichts dagegen unternehmen zu können.

Wie kann ich Existenzangst überwinden?
Der aus meiner Sicht wichtigste Aspekt ist, realistisch zu sein und dir ganz konkret zu überlegen und aufzuschreiben, was im schlimmsten Fall wirklich passieren kann. Schau dir genau an, welche „Leichen du wirklich im Keller hast“ und wie du sie beseitigen kannst. Plane und werde aktiv. Das heißt, mache die ersten Schritte. Lähmende Untätigkeit nährt deine Angst.

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