Ein ganz anderer Job oder einfach ein normaler Wechsel? Unzufrieden? Tiefe Veränderungen angehen

Muss es ein ganz anderer Job sein? So erkennst du, was du wirklich willst und brauchst


Wenn du im Job unglücklich bist, ist ein normaler Jobwechsel oft nicht die Lösung. Es braucht eine tiefere Veränderung: ein ganz anderer Job, eine neue Karriere gar. Leider ist das auf den ersten Blick meist nicht zu erkennen.

Warum es so schwierig ist, eine ganz andere Richtung im Berufsleben einzuschlagen und wie du die Herausforderung schaffst, erfährst du in dieser Podcast-Episode.

 

Manche quälen sich Monate oder sogar Jahre, sind völlig unzufrieden und spüren, dass es so nicht weitergehen kann. Sie fühlen sich wie gelähmt und können keine Entscheidung zur Veränderung treffen.

Manchmal haben sie schon einen oder mehrere Jobwechsel hinter sich und sind wieder am gleichen Punkt gelandet: Unzufrieden.

Und manche schauen sich Stellenausschreibungen an, führen vielleicht sogar Vorstellungsgespräche und merken jedes Mal: Das ist es auch nicht.

Irgendwann kommen sie an den Punkt, wo ihnen dämmert: Vielleicht ist es nicht der Job, das Unternehmen, der Chef oder die Kollegen… womöglich liegt es an ihnen selbst.

Das ist eine entscheidende Erkenntnis, die aber nicht unbedingt eine Erleichterung ist. Denn sie bedeutet: Es geht um etwas Wesentlicheres, etwas viel Grundsätzlicheres, das du sehr wahrscheinlich mit einem neuen Job, der in deine lineare Entwicklung deiner Karriere passt, nicht löst.

 

Am liebsten ein ganz anderer Job? Was das bedeutet

Es ist Zeit, dass du dich tiefer mit deiner Persönlichkeit auseinandersetzt. Das ist oft mühsam, dazu gehört Ehrlichkeit sich selbst gegenüber und es kann sein, dass danach nichts mehr ist wie zuvor. Aber: Wenn du in Transition bist, geht kein Weg zurück. Zurück in einen „normalen“ Job verschiebt nur das Problem. Sei dir gewiss: Es kommt wieder.

Warum ist so ein Job-Struggle so hartnäckig? Warum kannst du dieses Thema nicht einfach durchdenken und lösen?

Folge als Video anschauen:

Ein ganz anderer Job oder einfach ein normaler Wechsel? Unzufrieden? Tiefe Veränderungen angehen

 

Weil sich in deinem Inneren ein Wandel vollzieht. Ohne dass du dir dessen bewusst bist, haben sich in den vergangenen Monaten und Jahren allmählich deine Werte und Prioritäten verändert. 

Häufig startet der Prozess durch ein einschneidendes Ereignis, das dazu führt, dass du ins Nachdenken kommst und beginnst, dein Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Du fängst an, den Status Quo zu hinterfragen.

Doch dieser Status Quo ist nicht weniger als dein jetziges Leben. Er passt zu deiner bisherigen Identität, zu dem wer du bis heute warst, was du gutheißt oder nicht. Und diese Identität wird gefestigt und untermauert durch deine Arbeitsidentität. 

In der Regel bauen wir unser ganzes Leben um den Job herum auf. Er strukturiert gewissermaßen deinen Alltag und gibt dir Rahmen und Halt.

Jetzt fängt diese Struktur an zu bröckeln, und du versuchst, an ihr festzuhalten, weil du sie kennst.

Deine Arbeitsidentität bestimmt zu einem großen Teil dein ganzes Ich.

Deshalb ist es so schwer, eine oder ein Ex zu werden. Dich loszulösen aus einer Identität, die auch dein soziales Umfeld mitbestimmt.

Es ist dementsprechend zu erwarten, dass das nicht einfach ist. Du wirst zurückgeworfen auf dein pures Du ohne die Identifikation mit deinem Job, deiner Position und deinem Titel.

 

Wann ist der Job ein ganz anderer Job? Und wann spricht man eigentlich von einer Career Transition?

Dann, wenn genau diese innere Veränderung stattfindet und das Ergebnis – der neue Job – für den Betroffenen eine solche Veränderung bedeutet. 

Für Außenstehende ist das nicht immer klar erkennbar. Ein krasser Umbruch in eine völlig andere Welt, ein anderes fachliches Thema kann für den Betroffenen weniger einschneidend sein als ein scheinbar viel naheliegenderer Wechsel für jemanden, der in seinem fachlichen Thema bleibt, aber die Form der Arbeit verändert, z.B. sich selbstständig macht. Das ist fast immer eine Transition.

 

Wenn der Jobwechsel nicht ausreicht – drei Strategien

An dieser Stelle ganz grundlegend, um zu starten:

1.Lass dir Zeit.

Das bedeutet nicht, weiterhin unzufrieden zu sein und auf ein Wunder zu warten, das die Erlösung bringt. Es bedeutet nicht, zu verharren, sondern probiere Dinge auszuprobieren.

2. Triff keine voreiligen Entscheidungen.

Was du nicht tun solltest: Um dem unangenehmen Zustand ein Ende zu bereiten, schnell einen neuen Job anzunehmen. Wer das tut, erreicht meist das Gegenteil: Er verlängert die Phase der Transition, denn er verschiebt du das Problem nur auf später.

3. Akzeptiere, dass sich der Zustand unsicher anfühlt.

Der Weg hin zu etwas ganz Neuem, das noch nicht definierbar ist, schafft Unsicherheit. Auch der Kreis deiner Vertrauten kennt diese Zukunft nicht und kann dir dabei wenig helfen. Sieh es sportlich: Die Unsicherheit ist ein deutliches Zeichen, dass du auf dem richtigen Weg bist. 

4. Suche dir neue Unterstützer – ohne diese ist Career Transition nicht möglich

Schau dir mal mein Gruppen-Programm für Menschen in der beruflichen Veränderung an.   

 

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