Ich glaube, es gibt keinen einzigen Menschen, der ein absolut unerschütterliches Selbstvertrauen hat. Auch wenn manche nach außen so wirken mögen, im Inneren sieht es dann doch anders aus. Ich bin in einer schwäbischen Unternehmerfamilie aufgewachsen und habe gelernt, dass ich viel arbeiten muss, wenn ich erfolgreich sein will. „Von nichts kommt nichts.“ So galt für mich bereits von Kindesbeinen an: Wenn du es zu etwas bringen willst, dann musst du hart arbeiten.

Je mehr du arbeitest, desto größer dein Erfolg

Glaubst du das vielleicht auch? Bist auch du der Meinung, dass du stets und ständig arbeiten musst? Strampelst du dich ab und hast trotzdem immer das Gefühl, dass es noch nicht genug ist? Und wie sieht es hiermit aus: Kennst du Menschen, die erfolgreich sind und weniger als 12, 11, 10, 9, 8, … Stunden am Tag arbeiten? Ich schon… Wie kann das sein?

Sie haben irgendein Geheimnis, hinter das ich noch nicht gekommen bin. Oder einfach Glück. Oder vielleicht sind sie doch schlichtweg intelligenter als ich.

So dachte ich viele, viele Jahre lang und habe mich damit selbst sabotiert. Denn die Schlussfolgerung war: Ich kann es niemals schaffen, denn ich bin offensichtlich nicht smart genug und auf die andere Möglichkeit, die mit dem Glück, zu vertrauen, wäre in meinen Augen doch eher naiv. Also ist die einzige Möglichkeit für mich, richtig erfolgreich zu werden, DOCH harte Arbeit. Und die habe ich geleistet. Tag für Tag, oft bis ans äußerste Limit. Und ehrlich gesagt, konnte ich das bis heute noch nicht komplett ablegen. Aber ich „arbeite“ dran… 😉

Was die Erfolgreichen besser können

Viel arbeiten…
Sich für eine Sache mit vollem Engagement einzusetzen, ist alles andere als verkehrt. Im Gegenteil: Es braucht ein außerordentliches Durchhaltevermögen und viel Einsatz, um eine Sache zum Erfolg zu führen.

Smart sein…
Und auch ein gewisses Know-how ist natürlich notwendig. Du musst nicht alles wissen und können, aber etwas besonders gut.

Glück haben…
Und ich glaube, dass auch immer ein bisschen Glück dazu gehört. Wobei ich meine, dass Glück eine Frage der Einstellung ist und was du aus einer Situation machst.

Fazit: All diese Faktoren sind wichtig. Aber nicht AM WICHTIGSTEN.

Die wichtigste Grundlage für Erfolg ist Selbstsicherheit. Alles gelingt dir einfacher, wenn du ein großes Selbstvertrauen hast.

Kennst du das, dass es Tage gibt, da wachst du auf und fühlst dich wie Super Woman: schön, stark, erfolgreich. Nicht zu stoppen. Wie laufen solche Tage? Bei mir deutlich anders als Tage, an denen ich aufwache mit Sorgen und Selbstzweifeln.

Mit Selbstvertrauen hast du mehr Power und Energie, eine höhere Schlagzahl, eine ganz andere Anziehungskraft auf andere und Überzeugungsfähigkeit. Das führt natürlich dazu, dass du schneller außerordentliche Ergebnisse erzielst und dich dadurch noch besser fühlst.

Stell dir vor, du wärest jeden Tag in diesem großartigen Zustand von Selbstvertrauen. Wie leicht dir dann alles von der Hand ginge. Du könntest mehr in kürzerer Zeit bewirken, d.h. du müsstest nicht 12 Stunden am Tag arbeiten. Du hättest einen viel besseren Überblick, wärest viel gelassener und würdest bessere Entscheidungen treffen. Und du würdest vermutlich auch häufig Glück haben.

Selbstvertrauen ist das Fundament für alles andere, was zu deinem Erfolg beiträgt

Darauf will ich hinaus. Deshalb ist es unbedingt notwendig, dass du dieses Selbstvertrauen stärkst, falls du hier noch Nachholbedarf hast. Wie alle, meiner Meinung nach. Und dafür gibt es ein paar Regeln bzw. Gewohnheiten, die ganz einfach sind und dabei so viel bewirken.

10 einfache Tipps, wie du dein Selbstvertrauen stärkst

  1. Dein äußeres Erscheinungsbild

Ganz wichtig ist etwas so „Oberflächliches“ wie dein Aussehen! Kleide dich wie eine erfolgreiche Person, wie eine Powerfrau, mit der man ein Geschäft machen will. Auch wenn du eher den „inneren Werten“ zugetan bist als der Hülle. Du kannst es nicht vermeiden: Kleidung wirkt – nicht nur auf andere sondern auch auf dich selbst.

In den ersten 2 Sekunden ordnet dich dein Gegenüber ein. Und dabei hat er nur das Äußere zur Bewertung. Wenn du erfolgreich sein willst, wenn du dich selbstständig machen willst und wenn du Kunden gewinnen willst, ist dieser Punkt der Türöffner. Richtig gekleidet, werden deine Begegnungen werden anders verlaufen und dein Selbstvertrauen stärken.

  1. Deine Körperhaltung

Ähnlich wie Kleidung beeinflusst deine Körperhaltung deine eigene Stimmung. Das kannst du ganz einfach ausprobieren. Aufrecht und mit Spannung im Körper fühlst du dich gleich anders als mit hängenden Schultern. Und natürlich trägt auch die Körperhaltung maßgeblich zum ersten Eindruck auf andere bei. Stehe aufrecht, mit zurück genommenen Schultern und erhobenem Kopf.

  1. Dein Gang

Kennst du diese „leisen Schleicher“? Ich will hier keinem zu nahe treten, aber ich habe sie häufig in der IT angetroffen. Mein Partner ist Belgier und er hat sich fast tot gelacht, als er zum ersten Mal den Spruch gehört hat: „Dem kann man beim Laufen die Schuhe besohlen.“ 😉 Genau diese Typen meine ich. Das strahlt einfach keine Kraft aus. Gehe deshalb zügig, entschlossen und zielorientiert. Das hat Power. Und nur Powerfrauen traut man(n) großes zu.

  1. Verteile Komplimente

Sage anderen etwas Nettes. Mindestens 3 Personen am Tag. Du kannst sie für ihr Verhalten, für ihre Leistung, für ihr Aussehen und vieles andere loben. Das hat eine unglaubliche Wirkung, denn damit hebst du dich aus der Masse ab. Wenn du anderen Komplimente machst, werden sie sich um dich und deinen Erfolg kümmern. Und selbst wenn du kein Kompliment zurück bekommst, stärkt das Geben enorm dein Selbstwertgefühl. Probiere es gleich heute aus!

  1. Mache jeden Fehler nur ein Mal

Fehler sind nicht nur ok, sondern sogar wichtig. So lange du nicht mehrmals denselben Fehler machst. Einmal die Hände auf der Herdplatte verbrannt –sollest du das nicht noch einmal tun. Du wirst dich erinnern und dir denken: Oh nein, da fasse ich nicht mehr hin und wirst gleichzeitig ein positives und stolzes Gefühl haben, weil du bemerkst, dass du gelernt und dich weiter entwickelt hast.

  1. Sitze bei Veranstaltungen so weit vorne wie möglich

In der Schule habe ich gerne in den hinteren Reihen gesessen. In den Fächern, die mich nicht interessiert haben. Oder in den Zeiten, als ich lieber „mit der Nachbarin geschwätzt“ habe. Oder wenn ich die Hausaufgaben nicht hatte und nicht drankommen wollte. Wenn du heute z.B. auf ein Seminar gehst, dann hoffentlich nicht, um deine Zeit abzusitzen. 😉 Und um das meiste für dich herauszuholen, sitze bitte so weit vorne wie möglich. Nicht nur, dass vorne mehr Aufmerksamkeit und weniger Ablenkung herrscht, es ist auch eine andere Energie, wenn du nahe am Vortragenden sitzt. Ich habe es selbst mal bewusst ausprobiert. Es macht definitiv einen Unterschied!

  1. Stelle Fragen

Und zwar am besten solche Fragen, die keiner im Publikum beantworten kann. Es geht dabei nicht nur darum, dich zu positionieren. Es geht vor allem darum, dass du aus der Masse hervor stichst und die anderen dich in Erinnerung behalten.

  1. Umgib dich nicht mit negativen Menschen

Du brauchst ein Umfeld, das positiv ist. Man könnte vielleicht glauben, dass es unter Menschen, die selbst wenig Selbstbewusstsein besitzen, einfacher sei, sich stark zu fühlen, weil man selbst im Vergleich „besser“ abschneidet. Das ist ein Trugschluss. Orientiere dich an erfolgreichen und selbstsicheren Menschen und verabschiede dich von den Schwarzmalern und Problemsehern.

  1. Setze dir realistische Ziele

Ziele sollten so anspruchsvoll sein, dass sie eine Anziehungskraft auf dich ausüben und dass sie deinen Ehrgeiz anspornen. Doch Vorsicht! Verwechsle anspruchsvolle Ziele nicht mit unerreichbaren Träumen. Setze deine Ziele nicht zu hoch, denn dann wirst du jedes Mal enttäuscht von dir sein, wenn du sie nicht erreichst.

Formulierst du hingegen machbare, kleinere Etappenziele, dann schaffst du damit viele kleine Erfolgserlebnisse, die dein Selbstvertrauen unterstützen.

  1. Feiere deine Erfolge. Auch die kleinen.

Jedes noch so kleine erreichte Ziel verdient es, stolz darauf zu sein und es zu feiern. Wenn du deine Erfolge klein redest – „ach das war ja nur…“ oder „das war ja auch nicht schwierig“ – dann gibst du deinem Gehirn keine positiven Impulse. Wenn du ihm aber jedes Mal ein Gefühl von Glück verschaffst, dann will es diesen angenehmen Zustand immer und immer wieder erreichen und wird dir helfen, deine Ziele umzusetzen.

Und jetzt reflektiere doch mal erfolgreiche Menschen. Sind es nicht genau die Dinge, die du an ihnen beobachten kannst? Handeln sie nicht genau so…?

Es sind die kleinen, täglichen Gewohnheiten, die kein Rocket Science sind, die keine außergewöhnliche Leistung erfordern und die den Unterschied machen. Was du dafür brauchst und was jeder leisten kann, ist die Disziplin, sich das immer wieder bewusst zu machen, die Dinge immer wieder zu tun, so dass sie zu einer selbstverständlichen Gewohnheit werden.

Hast du noch einen weiteren Tipp? Schreibe ihn in die Kommentare. Darüber würde ich mich freuen!

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